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Fotos Objekt: Werner Huthmacher, Berlin

St. Jodokus Bielefeld

Die Modernisierung eines historischen Gebäudes ist immer eine sensible Aufgabe – erst recht, wenn es sich dabei um eine spätgotische Hallenkirche handelt: Bei St. Jodokus in Bielefeld gelang Reuter Schoger Architekten Innenarchitekten in Kooperation mit dem Bildhauer Prof. Norbert Radermacher eine ebenso einfühlsame wie zurückhaltende und gerade deshalb sehr präsente Modernisierung.

Grundgedanke des Entwurfs war es, die über die Jahrhunderte gewachsene Vielfalt der Räume und Bildwerke in ihrer Unterschiedlichkeit zu respektieren und als den besonderen Reichtum von St. Jodokus herauszuarbeiten.

Wencke Katharina Schoger, Reuter Schoger Architekten Innenarchitekten BDIA

Zum 500-jährigen Weihejubiläum der ehemaligen franziskanischen Klosterkirche 2011 lobte die Gemeinde einen Wettbewerb für die Neugestaltung der Sakralräume, die denkmalpflegerische Restaurierung und die Lichtgestaltung aus, den Reuter Schoger Architekten Innenarchitekten mit Prof. Norbert Radermacher für sich entschieden. Grundgedanke ihres Entwurfs war es, die über die Jahrhunderte gewachsene Vielfalt der Räume und Bildwerke in ihrer Unterschiedlichkeit zu respektieren und als den besonderen Reichtum von St. Jodokus herauszuarbeiten: Um die räumlichen Qualitäten, ihre Besonderheiten und liturgischen Bedeutungen, Bestimmungen und Abläufe zu stärken, befragten sie jede Figur, jede Nische, jedes Möbel und jeden liturgischen Gegenstand nach der richtigen Stelle, dem richtigen Grad an Konzentration und Intensität, dem richtigen Licht sowie dem Verhältnis von Nah- und Fernwirkung.

Die Lichtgestaltung orientiert sich an den zentralen Momenten der Liturgie und rückt die Schätze der spätgotischen Kirche in den Fokus: Kunsthistorisch bedeutsame Heiligenfiguren wie die Holzskulptur der „Schwarzen Madonna“ von 1220 inszenierten Reuter Schoger in separaten Seitenkapellen, für die Opferlichter entwarfen sie mit Messing ausgekleidete Wandnischen, ein speziell entwickeltes Lüftungssystem sorgt dafür, dass sie nicht verrußen.

Damit überzeugten sie nicht nur das Preisgericht, sondern auch die Jury des Architekturpreises „Farbe, Material, Oberfläche“: „Mit sehr feinfühligen Eingriffen an der Kirchenoberfl äche sorgen sie für Kontemplation und Konzentration. Das Projekt nutzt die Möglichkeiten von Farben, Strukturen und Oberflächen, um auf höchst unaufdringliche und dennoch intensive Weise die Spiritualität des Raumes zu steigern.“ Die Farbgestaltung setzt auf starke Hell-Dunkel-Kontraste, weiß gekalkte Wandflächen und den Boden aus ortstypischem dunkelvioletten Sandstein.

Um den Chorraum als Konzentrationspunkt für die Liturgie der gesamten Gemeinde zu öffnen und den Blick auf das sakrale Geschehen zu konzentrieren, versetzten Reuter Schoger das faltbare Ikonenretabel von Alexej Saweljew (1962) in die dem Kreuzgang angegliederte Franziskuskapelle, wo ihre Bildtafeln erstmals aus der Nähe wie eine Geschichte in Bildern „gelesen“ werden können. Mit der Neuordnung hängt das goldgefasste, bemalte Kreuz nun – gezielt beleuchtet – in der Raummitte, das restaurierte und umgebaute Chorgestühl „antwortet“ den Bänken der Gemeinde, nimmt den Altar in die Mitte und schließt den Raum nach hinten ab.

Eine besondere Herausforderung waren die Bankreihen der Franziskuskapelle: Angeordnet in konzentrischen Ellipsen um den Altar, verstärken sie persönliche Nähe und Gemeinschaft der Teilnehmenden. In Verbindung mit der im Grundriss elliptischen Rundung bildeten die leicht geneigten Sitzflächen und Rückenlehnen eine komplexe Aufgabe für die Tischler. Für den von Norbert Radermacher auf dem Grundriss eines zwölfzackigen Sterns neu gestalteten Tabernakel aus weißem Marmor entwarfen Reuter Schoger eine Kapelle, die als skulpturale Geste aus der Wand des Kirchenschiffs nach außen tritt; durch eine Dachfuge fällt Tageslicht in den Innenraum. In die Außenhaut aus patinierter Baubronze ist das Vaterunser eingeschnitten.

Sankt St. Jodokus Bielefeld Modernisierung Sanierung Reuter Schoger Architekten Innenarchitekten Ikonenretabel Foto Werner Huthmacher
Die Franziskuskapelle dient für Schulgottesdienste und Andachten in kleinerem Kreis; an der Altarwand das neu gestaltete Ikonenretabel.

Objektdaten

  • Objekt St. Jodokus, Bielefeld
  • Bauherr Katholische Kirchengemeinde St. Jodokus, Bielefeld
  • Architekten Reuter Schoger Architekten Innenarchitekten BDIA, Berlin
  • Verkleidung Tabernakelkapelle stefan fittkau metallbau + kunstschmiede GmbH, Berlin
  • Kirchenmobiliar Tischlerei F. & O. Lamm, Bielefeld
  • Auszeichnung Deutscher Innenarchitekturpreis 2014 Anerkennung, Teamwork Bau 2013, Architekturpreis Farbe Struktur Oberfl äche 2012
  • BGF 1.130 m²
  • Planungsbeginn 12/2009
  • Baubeginn 07/2010
  • Fertigstellung 01/2013
  • Baukosten 1,2 Mio. € (inkl. Anbau, Innenausbau, Ausstattung, Kunstwerke)

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Qualität für ein langes Armaturenleben

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