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Fotos Objekt: Stefan Müller, Berlin

St. Trinitatis Leipzig

Nach über 70 Jahren endete die Odyssee der Leipziger Propsteigemeinde mit der Weihe eines innerstädtischen Kirchenneubaus. Die Leipziger Architekten Schulz und Schulz überzeugten mit einem Baukörper, der aus dem Organismus der umgebenden Stadt heraus entwickelt ist.

Heute eine Kirche im Herzen einer großen deutschen Stadt zu bauen und so dem Glauben (…) mitten im Leben sichtbaren Platz zu geben, ist ein Zeichen der Hoffnung und der Zukunft.

Papst Franziskus in seiner Grußbotschaft zur Kirchweihe am 9. Mai 2015

Sankt St. Trinitatis Leipzig Kirche Neubau Schulz und Schulz Architekten Kreuz Jorge Pardo Foto Stefan Müller
Gegenüber dem großen Kreuz des Künstlers Jorge Pardo an der Altarrückwand ist ein zweites Kreuz als dessen negativer Abdruck in die Wandfläche über der Empore eingeschnitten.
Sankt St. Trinitatis Leipzig Kirche Neubau Schulz und Schulz Architekten Fassade Rochlitzer Porphyr Foto Stefan Müller
Die horizontale Schichtung des Rochlitzer Porphyrs mit Vor- und Rücksprüngen in der Fassade lässt die Kirche förmlich aus dem Boden herauswachsen.

Die ursprüngliche St.-Trinitatis-Kirche aus dem Jahr 1847 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und durch die politischen Machtspiele des SED-Regimes an den verkehrsungünstigen Stadtrand gedrängt. Der 1982 entstandene unscheinbare Zweckbau hätte aufgrund erheblicher Baumängel nur mit hohem finanziellem Aufwand saniert werden können. Nach Verhandlungen der Propsteigemeinde mit der Stadt Leipzig um ein neues Baugrundstück fand sich 2008 gegenüber dem Neuen Rathaus eine geeignete brachliegende Fläche.

In einem von der Katholischen Kirche ausgelobten, beschränkten Wettbewerb setzten sich die Leipziger Architekten Schulz und Schulz gegen fünfzig teils renommierte internationale und kirchenbauerfahrene Architekturbüros durch. „Es war unglaublich, wir bekamen damals eine Wildcard für junge, regionale Büros“, erinnern sich die Architekten Ansgar und Benedikt Schulz. „Das hat uns wahnsinnig gefreut und motiviert. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Erfahrung im Kirchenbau vorweisen konnten, haben wir uns auf unsere Zeit als Messdiener und die detaillierten Kenntnisse im Ablauf der heiligen Messe besonnen.“

Sankt St. Trinitatis Leipzig Kirche Neubau Schulz und Schulz Architekten Pfarrhof Foto Stefan Müller
Zwischen Kirchturm und Kirchenraum ist der Pfarrhof eingeschnitten und öffnet den Baukörper zur umgebenden Stadt.

Das dreieckige Grundstück zwischen dem Neuen Rathaus und dem Wilhelm-Leuschner-Platz empfand Ansgar Schulz durchaus als Herausforderung. Die Architekten haben die vorhandenen städtischen Blockkanten aufgenommen und definierten damit einen Ort, der sich respektvoll einfügt und zugleich wohltuende Stadtraumkanten schafft. Der Neubau erhält seine Präsenz durch den hohen Kirchenbaukörper und den Kirchturm sowie durch die einladende Offenheit des Pfarrhofs. Im Inneren wird die Trinitatiskirche durch die Inszenierung des Lichts und die Wirkung des Raums bestimmt.

Ein großes Oberlicht lässt Tageslicht unterschiedlicher Intensität entlang der Altarrückwand in den Kirchenraum. Mit dem großformatigen Kirchenfenster hat der Künstler Falk Haberkorn eine großzügige und einladende Geste an die umgebende Stadt gestaltet. Die größte Herausforderung bestand laut Architekt Ansgar Schulz darin, die liturgische Nutzung des Kirchenraums mit dem Städtebau zu vereinen. Betreten wird der quer ausgerichtete Kirchenraum über das Hauptportal im Westen. Szenografi sche Mitte ist der Altarraum, der über fünf Wege mit dem Portal und dem Taufstein, der auch als zentrales Weihwasserbecken dient, dem Aufstellort der Madonna, dem Kirchenfenster, dem Tabernakel und der Kapelle verbunden ist. Um auf Abtrennungen gegenüber der Gemeinde zu verzichteten, wurde der Altarraum stufenlos ausgeführt; das ermöglicht zusätzliche liturgische Handlungen.

Auf Wunsch des Bauherrn realisierten Schulz und Schulz ein besonders nachhaltiges Gebäudekonzept, das auf Basis des Grundsatzes des selbstgenügsamen Handelns einen sorgsamen Umgang mit der Schöpfung ermöglicht. Die große Akzeptanz des mehrfach ausgezeichneten Neubaus freut nicht zuletzt die Katholische Kirche, deren Feiern der heiligen Messen stets bis auf den letzten Platz besucht sind.

So ein Gebäude kann nur in Zusammenarbeit mit den Geistlichen und der Gemeinde entstehen. Es wurde viel gerungen und gestritten, immer konstruktiv!

Prof. Ansgar Schulz, Dipl.-Ing. Architekt BDA DWB

Sankt St. Trinitatis Leipzig Kirche Neubau Schulz und Schulz Architekten Kirchenraum Kreuz Jorge Pardo Foto Stefan Müller

Objektdaten

  • Objekt St. Trinitatis, Leipzig
  • Bauherr Katholische Propsteipfarrei St. Trinitatis, Leipzig
  • Architekten Schulz und Schulz, Leipzig
  • Künstlerische Gestaltung liturgische Orte Jorge Pardo, Los Angeles
  • Künstlerische Gestaltung Kirchenfenster Falk Haberkorn, Leipzig
  • Nutzfläche 2.600 m²
  • Planungsbeginn 2011
  • Fertigstellung 2015

GROHE Produkte Waschtischarmatur Eurodisc Cosmopolitan

Sankt St. Trinitatis Leipzig Kirche Neubau Schulz und Schulz Architekten Sanitärräume GROHE Waschtischarmatur Eurodis Cosmopolitan Foto Stefan Müller
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Nachhaltig und sparsam

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